Grussworte des Schirmherrn Landrat Rolf Gnadl

Herzlich willkommen in Gedern zum Jubiläumsfest

Rolf Gnadl

Grußwort zur 1225-Jahr-Feier von Gedern
und zu 650 Jahren Stadtrechte


1225 Jahre ist es her, dass Gedern erstmals in einer Urkunde erwähnt wird. Im Jahr 1356 verleiht Kaiser Karl IV Gedern das Markt- und Stadtrecht. Es ist ein bedeutsames Jahr, denn Kaiser Karl IV bestätigt 1356 den sieben Kurfürsten das bestehende Recht der ausschließlichen Königswahl und gibt damit den Startschuss zur entscheidenden Schwächung der deutschen zentralen Reichsgewalt. Frankfurt, seit dem 13. Jahrhundert Reichsstadt, ist künftig Ort der Königswahl. Gedern befindet sich also in guter Gesellschaft bei so viel politischer Brisanz.

Wenn es uns möglich wäre, im Zeitraffer die Bilder der vergangenen zwölf Jahrhunderte an uns vorbeiziehen zu lassen, gäbe es viele bewegende und tragische Stationen. Von den Kreuzzügen zur Großen Pest, von der Blütezeit der Städte über den Dreißigjährigen Krieg zum Zeitalter des Absolutismus, von den Napoleonischen Kriegen über die Reichsgründung bis hin zu zwei blutigen Weltkriegen. Stets hat sich die große Politik auch im Leben der Menschen niedergeschlagen, galt es Herausforderungen anzunehmen, Widrigkeiten zu überstehen und sich zu bewähren.

Eine 1225-Jahr-Feier ist eine gute Gelegenheit innezuhalten, den Blick zurückzuwerfen und sich mit der eigenen Geschichte auseinander zu setzen. Nicht zu Unrecht heißt es, dass ohne Zukunft ist, wer keine Vergangenheit besitzt. Gerade das Bewusstsein der eigenen Herkunft gibt uns Kraft, mit der Zukunft fertig zu werden. Das Gefühl der Heimatverbundenheit ist hier durchaus kein altmodischer Begriff. Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern von Gedern eine rundum gelungene Jubiläumsfeier.


Ihr Rolf Gnadl
Landrat